Norwegen 2019: Oslo – Frederikstad – Halden

Mittwoch, 19.06.2019 151 km

Weiter geht es über die E6 bis Oslo. Natürlich – wir hätten es eigentlich wissen müssen, aber man probiert es ja immer wieder – finden wir in der Stadt keinen Parkplatz, also geht es zum Holmenkollen. Eine gewaltige Schanzenanlage, von Ferne erinnert sie mich ein wenig an eine riesige, urzeitliche Exe. 

Wir sind sehr erstaunt, wie frei wir uns auch hier auf dem Schanzengelände bewegen können. Keine Verbotsschilder, kaum Absperrungen. Neben der Schanze befindet sich eine Sommer-Langlaufpiste, auf der auf Rollski trainiert wird.

Wir erkunden das Gelände rund um die Schanze und die Skipiste, laufen zur Holmenkollenkapelle und schauen den Biathleten bei ihren Schießübungen auf dem angrenzenden Schießgelände zu. Nachts bleiben wir auf dem großen Parkplatz direkt an der Schanze.

Donnerstag, 20.06.19  1 km

Erst einmal müssen wir unseren Schlafparkplatz verlassen, das gesamte Parkareal wird wegen einer Veranstaltung im Skistadion abgesperrt. Also nehmen wir den kleineren Parkplatz unterhalb des Skistadions. Recherchen im world-wide-web sind hilfreich und sinnvoll und führten Dirk gestern Abend zum Oslo-Pass. Der wird nun heute morgen aktiviert und los geht es mit Linie 1 zum Hauptbahnhof. Dort bummeln wir erst einmal zum Dom.

Auf dem Weg zur Festung sehen wir viele Elektroroller, einen selbstfahrenden kleinen Bus und ein seltsam anmutendes Auslieferungsfahrzeug der Firma Schenker. Nach der Besichtigung der Festung Akershus fahren wir mit Straßenbahn und Fähre zur Museumsinsel Bygdoy.

Hier besichtigen wir ausgiebig das Vikingskipfhuset mit dem Osebergschiff, das Kon-Tiki-Museum und das Frammuseum und zum Abschluss noch kurz das Norsk Maritimt Museum

Mit vielen interessanten Eindrücken, aber auch rechtschaffend müden Beinen, verlassenen wir wieder mit der Fähre die Museumsinsel. Wir laufen noch etwas am Hafen entlang, fahren mit der Straßenbahn zum Bahnhof Jernbanetorget. Nach einem Stadtbummel geht es mit der Linie 1 zurück zu Bimo. Der Oslo-Pass beinhaltete sämtliche Eintrittsgelder und die Bahn- und Fährfahrten.

Wir hören, das im Skistadion noch etwas los ist, unsere Neugier lässt uns keine Ruhe und so gehen die kurze Stecke hinauf zum Stadion. Leider sind wir zu spät, die Siegerehrung der Rollskiläufer endet gerade. 

Freitag, 21.06.19  179 km

Wir sind früh fertig – welch ein Glück – denn wir sind noch im 24 Stunden Bereich des Oslo-Pass, der ja noch bis 9:16 Uhr gültig ist. Also flink in das Skimuseum am Holmenkollen, das bereits um 9:00 Uhr öffnet.

Das Geniale am Museums ist der Aufzug. Dieser spektakuläre Schrägaufzug führt innerhalb des Schanzenturms zu den Startplätzen der Springer und der Aussichtsplattform. Von hier oben genieße wir das eindrucksvolle Panorama über Oslo und den Oslofjord. Im wahrsten Sinne des Wortes haben wir nun die Oslo-City-Card im 24-Stunden-Fenster abgefahren. Unser Fazit: Eine schöne, gepflegte Stadt mit tollen, eindrucksvollen Museen. 

Nun geht es auf die E6 – vorbei an der Kirche in Rygge – nach Frederikstad.

Nach einer Besichtigung der beschaulichen Altstadt, fahren wir weiter zur Brekke-Schleuse des Haldenkanals. Eigentlich wollen wir hier übernachten, aber der Stellplatz ist wenig einladend und eine Entsorgung ist nicht möglich.

So geht es weiter nach Halden zum Campingplatz. Der liegt in der riesigen Frederiksten-Festung. Den Tag beschließen wir mit einem Spaziergang durch einen kleinen Teil der Festungsanlage.