Zeit für die Wüste: Der Tag erwacht

Zartes Licht weckt uns, bricht am Horizont das Dunkel der Nacht. Noch verschwommen heben sich die Granitskulpturen vom hellen Sand ab. Im Osten färbt sich der Himmel zart rosa und dann plötzlich in hellgrau und blau, mit rosa getönten Wolkenbändern. Und, wie nach einer Erholungspause, erstrahlt nun der ganze Horizont in einem Feuerwerk von Gold und Orange. Die Wolken übernehme das Licht, zeichnen sich strahlend und klar vom Hellblau des Himmels ab. Erste Sonnenstrahlen fallen durch die Steinskulpturen vor unserem Nachtlager, nehmen ihnen die Härte, lassen sie weich und warm erscheinen.

Wir frösteln im frischen Morgenwind, reiben verschlafen unsere Augen und warten auf die Berührung der wärmenden Sonnenstrahlen. Lauschen darauf, wie um uns herum der neue Tag erwacht, hören auf den Gesang des Mula-Mula. Das Lagerfeuer brennt schon eine Weile, um es herum sitzen die Turag, reden leise miteinander um uns nicht zu stören, sie genießen die Ruhe und Kühle des Morgens. Die Sonne ist erwacht, das Schauspiel am Himmel, die Poesie des Sonnenaufgangs, ist beendet. Der Mond ist untergegangen und für uns ist es nun Zeit aufzustehen, das Frühstück steht schon bereit, denn wir müssen weiter Richtung Tamanrasset. Unsere Zeit in der Wüste geht zu Ende.

All unsere Algerienbilder in chronologischer Reihenfolge findet Ihr hier: Algerien

 

 

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