Albanien 2016: Tirana – Ohridsee – Vaskopoja

Albanien

StepMap Albanien

Mi 12.10. 124km Abendessen
Wir starteten unsere Albanienrundfahrt mitten durch Tirana. Der Verkehr ist gelinde gesprochen sehr, sehr kuschelig. Dank Navigon und Viewranger finden wir aber gut durch das Gewühl und auch wieder hinaus. Bald sind wir auf einer relativ engen „Ausfallstraße“, die sich aber nach einiger Zeit in eine im Bau befindliche Autobahn wandelt. Vor Elbasan verlassen wir die „Bahn“ und fahren auf der Landstraße weiter ins Shkumbin-Tal. Hier wollen wir den im Womo-Band 75 „Mit dem Wohnmobil nach Albanien“ angepriesenen Stellplatz am Hotel Keshtjella ansteuern. Da wir zunächst ein Sperrschild nicht einfach ignorieren wollen, landen wir auf einem engen, schlechten Weg. Die Richtung kommt uns seltsam vor, so drehen wir um und nehmen doch die auch nicht viel bessere, aber kürze Strecke hinter dem Sperrschild. Die Straße geht in vielen Serpentinen steil bergan. Dann sehen wir das Hotel, leider hinter hohen Zäunen und geschlossenen Toren. Das wär ein toller Stellplatz gewesen! So geniessen wir noch kurz den Sonnenuntergang, machen uns an die Talfahrt und kommen wieder auf die Hauptstraße Richtung Thana-Pass. An der nächsten Wirtschaft, dem Restaurant Shkumbim, „fragen“ wir, ob wir auf dem Parkplatz direkt am Fluss übernachten dürfen. Es gelingt uns, obwohl wir uns nicht verstehen, ein gutes Abendessen, die Möglichkeit Bimo ver- und entsorgen zu können und einen sicheren Stellplatz für die Nacht zu bekommen. Als ich ein Trinkgeld für das gute Essen, aber auch für die kostenlose Übernachtung gebe, wird es nur zögernd angenommen und durch zwei Dosen Red Bull kompensiert.

Do 13.10. 75km 11€
Bei Sonnenschein verabschieden wir uns und fahren weiter das Tal hinauf. Immer wieder begegnen wir der maroden Bahnstrecke mit Tunneln und Viadukten. Über den Thana-Pass geht es weiter nach Lin am Ohridsee. Wir machen einen schönen Spaziergang ums und durchs Dorf. Dann geht es weiter am See entlang nach Pogradec zum Camping Arbi . Der sehr gepflegte Platz liegt, nur durch die Nebenstraße getrennt, direkt am See. Am Eingang hat der Besitzer den Bunker, die hier am See im Abstand von ca. 150 m stehen, zu einem Marienkäfer „umgebaut“. Wir machen noch einen Spaziergang durch das Park- und Lagunenteichgebiet Drilon, den ehemaligen Sommersitz von Enver Hoxha.

Fr 14.10. / 0km 12,50€
Heute laufen wir am See entlang nach Pogradec und besichtigen die Altstadt. Auf dem Rückweg „vermessen“ wir den Abstand der Bunker.

Sa 15.10. / 65km / Essen
Morgens verabschieden wir uns von dem netten Camping-Betreiber und finden nur zwei Straßen weiter den von der Herrnhuter Brüdergemeinde gesponserter Campingplatz „Bio Kamping„. Weiter geht es Richtung Korca und von dort über schlechte Straßen, später über eine neu ausgebaute Straße in die Berge nach Voskopoja. Bei der Anfahrt fällt uns ein Gebäude hoch auf der anderen Talseite auf. Im Viewranger sehen wir, das es sich um ein Hotel handelt. Wir erreichen es über eine uralte Steinbrücke und unbefestigte Wege. Bei einer Tasse Cappuccino im Gartenrestaurant bekommen wir die Erlaubnis, zwar nicht auf dem Parkplatz, aber auf der benachbarten Wiese zu übernachten. Das Gefälle wird mit ein paar Steinen unter den Hinterrädern notdürftig ausgeglichen, die Aussicht ist super. Vaskopoja wurde 1338 gegründet. In der Blütezeit lebten hier bis zu 30.000 Einwohner. Die Stadt wurde 1789, wie auch die Nachbarstadt Vithkuq,  verlassen. Aus dieser Zeit sind lediglich einige alte Kirchen mit ihren Decken- und Wandmalerei erhalten. Leider fehlen die Mittel für Restaurationen, dafür sehen wir auf ihnen überall die Schmierereien aus der Neuzeit. Gut, das die noch erhaltenen Deckengemälde jedenfalls davor bewahrt werden. Wir wandern zum Kloster Shen Prodhomit. Hier sind einige Arbeiter, bezahlt aus EU-Mitteln, mit der Renovierung der Außenmauern beschäftigt. Ein alter Mann öffnet uns die kleine, 1632 erbaute Kreuzkuppelkirche. Sie verfügt als einzige über eine von außen sichtbare Kuppel. Innen sind noch Reste von Wandmalereien aus dem 17. Jahrhundert vorhanden

.

Auf dem Rückweg wandern wir noch an einer weiteren Kirche vorbei, die aber nicht von innen besichtigt werden kann.

Abends gehen wir zum Essen, natürlich ins Hotel Royal. Hier sind wir zunächst die einzigsten Gäste und werden sehr freundlich bedient. Dann rückt eine Zweimann-Kapelle mit großer Ausrüstung an und baut ihre Verstärker auf (Hoffentlich nicht extra für uns:-/). Es erscheine andere Gäste, die aber schnell wieder verschwinden. Wir erfahren dann, das samstags immer zum Tanz aufgespielt wird und normalerweise viele Gäste kommen. Heute ist aber durch das kalte Wetter wohl nicht die richtige Lust vorhanden.

Zum Nachtisch gibt’s „Ente“ vom Haus!

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Ente

Mehr Fotos auf Flickr!

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