Albanien 2016: Rückfahrt mit Sitnice

Albanien 2016: Rückfahrt

StepMap Albanien 2016: Rückfahrt

Mo 24.10. 40 km 12€
Ohne Schwierigkeiten passieren wir die albanisch-montenegrinische Grenze und fahren bei strahlendem Sonnenschein auf schmaler Strasse nach Ulcinj zum Camping Safari Beach. Der Platz liegt direkt am Meer und so beenden wir unseren Tag mit einem ausgiebigen Abendspaziergang am leeren Strand.

Di 25.10. 95km 10€
Alban erzählte mir, dass die Stadt auf jeden Fall einen Besuch wert ist und so fahren wir nach Ulcinj. Ohne langes Suchen finden wir sogar einen Parkplatz direkt an der alten Stadtmauer. Wir besichtigen die schön wieder aufgebaute Altstadt und laufen den kurzen Pfad hinunter zum Hafen.
In Ulcinj riet uns der Stellplatz-Nachbar unbedingt Kotor zu besuchen. Dort im  kleinen Hafen ankert ein Kreuzfahrtschiff der Norwegian Cruise. Es ist beeindruckend, so ein großes Schiff  direkt vor der Altstadt liegen zu sehen. Der Parkplatz zwischen Hafen und Stadtmauer ist 24 Stunden geöffnet und ein idealer Übernachtungsplatz. Wir „pilgern“ mit den „Kreuzfahrern“ in einer langen Schlange den Festungsberg hinauf. Oben angekommen werden wir mit einem phantastischen Blick über die Altstadt, die gesamte Stadtbefestigung und das in der Bucht liegende Kreuzfahrtschiff belohnt. Zurück in der Altstadt bummeln wir durch die engen Straßen und besichtigen die alten Kirchen. Als weiteres Highlight können wir dann abends aus dem „Wohnzimmerfenster“ zusehen, wie das Kreuzfahrtschiff in dem schmalen „Fjord“ wendet und dann ausläuft.

Mi 26.10. 361 km Abendessen
Für unsere Weiterfahrt wählen wir die Westseite der Bucht von Kotor, genießen die schöne Landschaft, die enge Straße und das gute Wetter. Wie bereits auf der Hinfahrt nehmen wir wieder die Fähre, fahren auf der Küstenstraße nach Kroatien und weiter auf die A1. Wir übernachten auf einem Restaurantparkplatz in dem kleinen Ort Skadrin am Rande des Nationalpark Krka.

Do 27.10. 390km 25€
Bei strahlend blauem Himmel und starkem Wind wandern wir durch die engen Gassen der Altstadt zur Festung Turina oberhalb des Jachthafens. Morgen wollen wir uns mit Freunden in Zagreb treffen und so geht es zurück auf die Autobahn in Richtung Zagreb. Dann kurz hinter Postare ist die Autobahn wegen Bora gesperrt. Die offizielle Umleitung erfolgt über die Küstenstraße. Der Wind ist stark und böig, so dass Dirk trotz des geringen Verkehrsaufkommens vorsichtig und langsam fahren muss. Und wir überlegen  einen Übernachtungsstopp einzulegen.  Nach der Straßenkarte gibt es Karlobag eine Abzweigung durchs Gebirge zur Autobahnauffahrt in  Gospic. Also fragt Dirk in der örtlichen Tankstelle nach, ob die Strecke durchs Gebirge wieder offen ist. Ja, die Strecke ist offen und so gehts durch Gebirge nach Gospic. Bei normalen Verkehrsverhältnissen hätten wir laut Navi um 14:00 Uhr in Zagreb eintreffen sollen, nun ist es dank Bora schon dunkel und wir checken endlich im  Camp Zagreb ein.

Fr 28.10. 25km 20€
Nach ruhiger Nacht in schöner Umgebung und einer heißen Dusche geht’s in die Innenstadt zum Hotel Astoria, in dem wir unsere Freunden treffen. Tagsüber darf Bimo dort auf dem Hotelparkplatz stehen.
Zu viert bummeln wir bei sonnigem Wetter durch die schöne Innenstadt und über den Markt. Wieder alleine verschaffen wir uns erst einmal einen umfassenden Überblick  über die Stadt und besuchen danach das Regierungsviertel in der Oberstadt.  Zusammen mit unseren Freunden beenden wir den Tag mit einem Abendessen in der Innenstadt. Unser heutiger Übernachtungsplatz ist der Camper Park Zagreb.

Sa 29.10.. 25km 20€
Für heute ist eine Fahrt in Richtung kroatische-ungarische Grenze  nach Sitnice in der Nähe von Mursco Sredisce geplant. Eine Freundin der beiden arbeitet für die Stiftung Hope Kroatien. Regelmäßig  jeden Sonntag besucht eine Gruppe ehrenamtlicher Helfer  die kleine Romasiedlung, kümmert sich um die Sorgen und Nöte ihrer Bewohner, hilft wo es möglich ist bei Behördengängen, der Beschaffung von Baumaterial etc. und feiert zusammen mit der Dorfgemeinschaft Gottesdienst.
Wir werden schon freudig erwartet und nach einem kurzen Besuch beim „Gemeindeältesten“, unternehmen wir mit zwei jungen Begleitern einen Rundgang durch das Dorf. Wie selbstverständlich sind wir zum  Mittagessen bei einer jungen Familie eingeladen. Und schon ist Zeit für den gemeinsamen Gottesdienst. Nach einem beeindruckenden Tag geht es am späten Nachmittag zurück nach Zagreb. Wie schön, dass der Camper Park Zagreb stadtcentral ist.

So 30.10. 336km 0€
Zeit zur Heimfahrt und so starten wir über die Autobahn, vorbei an Maribor und Graz bis Klaus an der Phyrnbahn in Oberösterreich. Wir übernachten auf dem Wanderparkplatz direkt an der Staumauer. Wegen des kalten und regnerischen Wetters machen wir nur einen kleinen Spaziergang am Seeufer.

Mo 31.10. 300km Frühstück 15€
Das heutige Tagesziel ist Regensburg. Trotz eisiger Kälte entscheiden wir uns, an einer  Stadtführung teilzunehmen. Die ganze Gruppe ist am Endpunkt „Steinerne Brücke“ völlig durchgefroren. Trotzdem war es die richtige Entscheidung, denn wir haben sehr, sehr viel über die Stadt Regensburg und ihre Geschichte erfahren. Unser Reisetag endet heute auf dem Stellplatz am Rechberger Hof.

Di 01.11. 326km 0€
Unser nächstes Ziel ist Kitzingen. Nach einem Spaziergang durch die Altstadt entschließen wir uns zu einem Besuch im Kloster Münsterschwarzach. Heutiger Nachtplatz ist der Parkplatz bei den Kelten Welten am Glauberg in der Nähe von Büdingen.

Mi 02.11. 174km
Heimfahrt

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Mit dem Wohnmobil nach Albanien!

Gesamt 5276km  Schnitt 51,2km/h   Fahrzeit 103Sd. Verbrauch 10,7l/100km
Gasverbrauch ca. 12kg
100Leki ca. 0,75€       100Kuna ca. 13,30€

Albanien 2016: Berat – Kukes – Valbona – Komani-Lake – Shkodra

Do 20.10. 233km Abendessen
Nachdem Ver- und Entsorgung auf unserem Stellplatz erledigt sind, müssen wir noch unsere Vorräte auffüllen. Dieses Mal wählen wir den am Weg liegenden Supermarkt „The Bridge Center“. Er ist ein Beispiel für die vielen futuristisch anmutenden Super-Super-Märkte auf unserer Wegstrecke. Auch hier gibt es eine großzügige Bar, einzig es fehlen die Gäste. Beim Einkauf sind wir die einzigen Kunden und haben zeitweise zwei hilfsbereiten albanisch sprechende Verkäuferinnen „beratend“ zur Seite. Normalerweise und viel lieber kaufen wir in den kleinen, gut überschaubaren Dorfläden,  was auch immer, trotz fehlender Sprachkenntnisse, wunderbar klappt.

Und nun geht es wieder „on tour“ über die Landstraße SH72 bis Lushnja, weiter über die SH4, lassen Durres links und Tirana rechts liegen. Sehen ein monumentales Hotel in der Nähe des Flugplatzes.  Halten kurz bei einem Landmaschinen-Händler, gehen mal über den Hof und schauen in das „Werk- und Lagerzelt“.

Dann fahren wir  in Richtung Kosovo über eine super ausgebaute Autobahn. Das Verkehrsaufkommen, sowohl auf unserer als auf der Gegenspur, ist minimal und so kann auch Dirk die schöne Landschaft genießen. Wir stellen unser Bimo in einem parkähnlichen Gelände in Kukes neben dem Restaurant Zabeli ab. Und wie so oft der „deal“: Abendessen im Restaurant, dafür freier Stellplatz für die Nacht. Die Stadt ist heute ohne jedwede wirtschaftliche Bedeutung. Lediglich während der Enver Hoxha Ära erlebte die Stadt durch Bergbau und Holzindustrie eine kurze Blüte. Aber oh Wunder, die Stadt ist im Besitz eines neuen, jedoch ungenutzten Flugplatzes, angeblich das Geschenk eines wohlwollenden Scheichs. Na ja, auch zum Flugplatz gibt es so einige Legenden. Und wieder ändert sich das Wetter, es regnet und ist kalt, also verzichten wir auf eine Stadtbesichtigung, da auch unser Reiseführer wenig interessantes anzubieten hat.

Fr 21.10. 159km 7€
Leider hat sich das Wetter über Nacht weiter verschlechtert und so starten wir unser Fahrt im Nebel parallel zur Grenze zum Kosovo. Die Straße liegt immer weit oberhalb des Drini-Stausees. Nur kurz hinter der Stadt Kukes kommen wir dem Drin-Stausee sehr nahe und überqueren ihn sogar. Von oben kommend sehe ich viele weiße schwimmende Objekte auf dem See und denke, wie schön, ein großer Vogelschwarm schwimmt auf dem Wasser. Wie groß ist mein Entsetzen als wir über die Brücke fahren, denn nun sehen ich, dass lauter weiße Plastikflaschen auf dem See treiben. Schon während der ganzen bisherigen Fahrt sind uns der sorglose Umgang mit der Umwelt und die offensichtlich nicht vorhandene oder nicht funktionierende Müllentsorgung aufgefallen.

Wir fahren bei Nieselregen hoch über dem Fierza See immer in Grenznähe zum Kosovo bis Bajram Curri. Leider können wir kaum etwas von der schönen Landschaft sehen, nur ab und zu reißen die Wolken auf und es zeigen sich die Gipfel der albanischen Alpen. Doch die vom Drini aufsteigenden Nebelschwaden und die ab und zu durch die Wolken fallenden Sonnenstrahlen malen ein ganz besonderes idyllisches Landschaftsbild. In Bajram Curri entscheiden wir uns bei der schlechten Sicht nicht nach Valbona zu fahren.

Wetter hin oder her, wir möchten auf jeden Fall gerne die Fahrt über den Komani Lake unternehmen. Also fahren wir zum Anleger, um zu schauen, ob es entgegen unserem Reiseführer doch im Oktober eine Fährmöglichkeit gibt.  Dort bekommen wir bei einer Tasse Cappuccino die  Auskunft, dass am 22.10. um 13:00 Uhr eine Fähre läuft. Wir buchen die Fähre, zahlen den halben Preis an und überlegen, was wir mit dem Restnachmittag anfangen wollen. Dirk möchte gerne die obere Staumauer sehen. Leider ist ein Betreten unmöglich, alles ist eingezäunt und gut bewacht und natürlich gibt es die obligatorischen betonierten Wachtürme aus „guter“ alter Zeit. Und dann hat das Wetter ein Einsehen, der Himmel reißt auf. Wir fahren spontan zurück nach Bajram Curri und dann weiter ins Tal von Valbona. Eine super Entscheidung stellen wir bereits nach den ersten Kilometern fest. Uns bietet sich eine wunderschöne Herbstlandschaft mit alpinem Ambiente. Je höher wir kommen um so majestätischer wird die Bergwelt um uns herum. Als Übernachtungsplatz wählen wir den Stellplatz neben der Bar Tradita. Ein hübscher Platz mit kleinem urigen Restaurant und ein paar Bungalows für Feriengäste.

Sa 22.10. 50km 5€
Wegen des festen Fährtermins bleibt für uns wenig Zeit das obere Tal um unseren Stellplatz herum zu erkunden. Es ist wirklich schön hier oben und Dirk und ich würden gerne noch eine weitere Nacht hier verbringen. Aber  wir müssen  um 13:00 Uhr am Fähranleger sein. Also noch schnell ein Cappuccino in einem netten Restaurant, dessen Stil  in die Alpen oder nach Kanada passen würde und wieder zurück zum See. Kurz vor Fierza passieren wir einen Steinbruch auf dessen Gelände ein „Kalkbrenn-Monster“ zu bewundern ist.

Nun sind wir sehr gespannt auf das, was uns erwartet, denn in unserem Reiseführer wird die Tour auf dem Komani-Lake als Highlight einer Albanienrundfahrt angepriesen. Bei Ankunft am Fähranleger  bekomme ich erst einmal einen riesigen Schrecken. Wenn ihr das Bild seht, dann könnt ihr mich sicherlich verstehen: „So ein Seelenverkäufer“ und damit auf’s Wasser???  Dirk versucht mich zu trösten und meint, dass nicht die Farbe, sondern das, was unter der Farbe ist, ein Schiff zusammenhält, aber so ganz kann er mich nicht  überzeugen. Zu meiner großen Erleichterung tuckert kurz vor der planmäßigen Abfahrtzeit eine kleine vertrauenswürdiger aussehende Fähre an den Kai. Mir fällt ein Stein vom Herzen, als unser Bimo auf das kleine Schiff rollt. Die Fahrt können wir jedem Albanienbesucher sehr empfehlen, sie ist beeindruckend und abwechslungsreich.

Nach 2 1/2 schönen Stunden bei gutem Wetter, endet unsere Schiffsfahrt an der Staumauer. Dort wartet direkt hinter dem Kai ein grob in den Fels gehauener und unbeleuchteter Tunnel auf uns. Dann bewundern wir die imposante Staumauer und folgten weiter der Hauptverbindungsstraße Richtung Shkodar,  deren Zustand den des Tunnels noch zu toppen versucht.
Der kleine Ort Koman besitzt tatsächlich einen Campingplatz, auf dem wir übernachten. Das zum Platz gehörige kleine Restaurant ist unter die Drini-Straßen-Brücke gebaut. Ebenso befinden sich direkt unter der Brücke ein paar Gästezimmer und die Sanitärräume des Campingplatzes. Die Idee ist eigenwillig und gleichzeitig witzig. Leider ist alles in einem traurigen Zustand.

So 23.10. ca. 160km 15€
Über eine sehr schlechte Straße, aber durch eine sehr schöne Landschaft, fahren wir wieder nach Shkodra zum Camping Legjenda. Kurzer Zwischenstopp am alten Großwehr, um kurz im Restaurant Dea einzukehren. Es handelt sich um ein stark frequentiertes Ausflugsrestaurant mit „Zoo“ und einem vollkommen Kitsch überladenen Ambiente. Wobei wir uns fragen, wo endet Kitsch und wo beginnt Kunst. Während unseres Stopps wird das Restaurantgelände von 3 Hochzeitsgesellschaften besucht, die sich hier mit Bär und Uhu fotografieren lassen.

Abends im Restaurant Lejenda, treffen wir unsern Platznachbarn Detlef Rohlfs. Er erzählt uns viel über die Türkei und über sein Projekt „Römer Straßen“.

Mo 24.10. Mo 24.10. 40 km 12€
Das Wetter ist gut und so wandern wir nach dem Frühstück zur Festung Rozafa. Von dort oben haben wir einen schönen Überblick über die Stadt, die Bleidach-Moschee und den See. Im Sonnenschein durchstreifen wir das weitläufige Festungsgelände. Danach geht’s zurück zu Bimo und zur Grenze.

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Albanien 2016: Vaskopoja – Korca – Naturpark Germenj – Kelcyre – Berat

So 16.10. 95km  10€ incl. Frühstück
Nach dieser „ungemütlichen“ Nacht, fahren wir zunächst nach Vaskopoja, stellen unser Auto ab und gehen über einen Friedhof zu einer weiteren Kirche. Auch hier im Seitengang frei zugängliche Malereien. An der nächsten Kirche haben wir Glück und können uns einer Reisegruppe – mit Schlüssel – anschließen. Im Regen laufen wir zurück und fahren in die Ortsmitte und besuchen die dortige Kirche, die geöffnet ist und von einem Popen „bewacht“ wird.

Da der immer stärker einsetzende Regen weitere Wanderungen unterbindet, fahren wir die gleiche Strecke hinab nach Korca. Hier sehen wir wieder, wie in vielen Städten , die Backsteinhäuser aus der Hoxha-Zeit. Wir folgen der jetzt hier ausgebauten und ganz frisch geteerten SH75 und kommen – trotz 50km Limit – schnell voran. Dann ist Schluß mit ausgebaut und wir fahren auf der alten, kurvigen Passstraße. Von oben können wir die neue Trassenführung, die tief in die Berge einschneidet, sehen. Das Wetter wird besser und wir genießen die Fahrt über diverse Pässe und ins Naturschutzgebiet Germenj. Wir halten am Camping Farma Sotira, der an einem kleinen Bach liegt. Hier werden Forellen in großen Becken gezüchtet und auch zum Verzehr angeboten. So findet das Abendessen in einem urigen Raum am prasselnden Kamin statt.

Mo 17.10. 94km Abendessen
Wir sind gespannt auf ein albanisches Frühstück, denn hier wird der Stellplatz nur mit Frühstück kpl. für 1o€ angeboten! Das Frühstück besteht aus 2 Spiegeleiern, leckerer Marmelade, Käse, Butter  und frischem Brot – ich denke: Alles aus eigener Produktion! Im Sonnenschein fahren wir mit toller Aussicht weiter, tanken und trinken einen Cappuccino in Leskovik und folgen der SH75 an steilen Berghängen und tiefen Schluchten vorbei. Dann erfolgt der Richtungswechsel nach Norden, weg von der griechischen Grenze, der wir sehr Nahe waren. Der nächste Stop ist an den Thermalquellen von Benja. Wir wandern über die historische Bogenbrücke aus dem 18. Jahrhundert zu den Tauchbecken, können uns aber nicht dazu entschließen „einzutauchen“. Es geht wieder auf die SH75 und weiter bis zum Hotel Gryka e Kelcyres in Kelcyre. Das Hotel erreichen wir über eine typisch albanische Brücke. Auf dem Parkplatz stehen viele große Limousinen und Geländewagen. Das Restaurant ist sehr gut besucht. An einem langen Tisch wird kräftig gefeiert und gesungen. Mit dem Kellner vereinbaren wir, dass wir auf dem Parkplatz übernachten dürfen. Wir machen einen Abendspaziergang am Fluss entlang, sehen eine große Rinderherde die Heim getrieben wird und sind dann alleine auf dem Parkplatz. Jedes Fahrzeug, dass die Brücke passiert wird von den lose liegenden Blechplatten lautstark angekündigt.

Di 18.10. 173km 14€
Morgens werden wir von einem Stihl-Blasgerät geweckt. Also fahren wir gleich beim „Händler vor Ort“ vorbei, um uns zu beschweren :-). Der kleine Laden mit Werkstatt steht voller Leute. Aber alle haben Zeit. Leider können wir uns auch hier nur mit Händen, Füssen und Bildern „unterhalten“. Der Chef war schon in Österreich bei Viking und zeigt gern die gerahmten Urkunden.

Hier in Kelcyre führt uns die SH74 (eingezeichnet in einer Straßenkarte des ADAC’s) in Richtung Berat. Sie ist bis Balaba top ausgebaut, wird dann jedoch zu einer ausgewaschenen Piste. So wollen wir uns nicht über 50km durchschütteln lassen. Wir kehren um und fahren über die SH4 nach Fier und weiter zum Camping Caravan in Ura Vajgurore. Wir wandern zur dortigen NATO-Airbaise, können die alten sowjetischen Jets aber nur aus der Ferne sehen. Zurück nehmen wir einen Bus, der uns sehr an unsere Jugendzeit erinnert.

Mi 19.10. 0 km 14€
Nach Berat – eine der drei UNESO Weltkulturerbe Stätten in Albanien – fahren wir mit dem Minibus. Instruiert durch den Sohn des Stellplatzbetreibers, stellen wir uns an die Straße und halten den ersten vorbeikommenden gelben Minibus an. Der alte Transit ist zwar ziemlich voll, aber wir passen noch dazu und etwas später auch noch ein weiterer Fahrgast. Dann geht die Fahrt, nur unterbrochen durch einen kurzen Tankstopp (vielleicht 10l, der Fahrer steigt nicht aus), direkt bis zur Altstadt. Bezahlt wird vorm Aussteigen nach einem festen Satz. Die einfache Fahrt über ca. 15 km kostet 100Leki  (ca. 0,70€) pro Person.

Wir irren durch die Unterstadt, um den Aufgang zur Oberstadt zu finden. Die Unterstadt – Mangalem – entstanden in der osmanischen Zeit. Ihre Gliederung hat Berat den poetischen Namen „Stadt der tausend Fenster“ eingebracht. Als wir einer riesigen Jugendgruppe folgen, kommen wir zur Oberstadt – Kalaja – der Festung, die wir ausgiebig besichtigen. Danach spazieren wir durch Magalem, essen in einem Schnellimbiss und finden einen Friseur, bei dem ich „Haare lasse“. Dann hält plötzlich ein Vito neben uns. Der Fahrer „fragt“ wohin wir wollen. Wir steigen ein und sind ganz alleine unterwegs. Sind wir jetzt mit einem Minibus oder in einem Taxi unterwegs? Meine Frage nach dem Preis wird mit 2 Mille oder so etwas ähnlichem beantwortet. Na gut, für diese Strecke vielleicht 14€ zu zahlen, ließe sich auch verschmerzen, hab ja schon beim Friseur gespart. Während der Fahrt wird ein Zettel mit der Aufschrift „Ura Vajgurore“ ins Fenster gelegt, aber kein weiterer Fahrgast aufgenommen. An unserem Ziel angekommen muß ich dann, wie auch auf der Hinfahrt, 200Leki bezahlen. Ein Trinkgeld wird dann freudig genommen. Wir können das Geschäftsmodell bei dem Dieselpreis von ca. 157Leki / l nicht so ganz nachvollziehen.

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Albanien 2016: Eine „wackelige“ Nacht

Über diese alte Brücke fuhren wir zum Hotel Royal hoch über Voskopoja. Wir bekamen die Erlaubnis, zwar nicht auf dem Parkplatz, aber auf der benachbarten Wiese zu übernachten. Das Gefälle wurde mit ein paar Steinen unter den Hinterrädern notdürftig ausgeglichen, die Aussicht war super.

img_7233jpg_30343345405_oNach dem Abendessen, natürlich im Hotel Royal, lagen wir um ca. 23 Uhr im Bett und lasen. Plötzlich wackelte die Kabine. Natürlich stürzte ich gleich ans Fenster, machte unseren „Arbeitsscheinwerfer“ an und leuchte mit der Taschenlampe das Gelände ab: Es war nichts zu sehen! Hatte sich ein Hotelgast einen Spaß mit uns gemacht?
Einige Zeit später wackelte es wieder. Inzwischen waren im Hotel die Lichter aus. Also kamen jetzt die Überlegungen auf: Waren die Rinder, die nachmittags auf der Wiese liefen zurückgekehrt und „schubbelten“ sich an unserer Kabine? Waren es vielleicht Wildschweine oder gar ein Bär? Aus unseren Fenstern war jedoch nichts zu sehen und rausgehen durfte ich nicht :-) Oder waren es einfach nur kurze Windböen? Erst weit nach 3 Uhr haben wir uns endlich „beruhigt“, die Bücher zur Seite gelegt und geschlafen.

Während des Urlaubs und auch danach blieb uns diese Nacht immer im Kopf und kam des öfteren auf den Tisch. Dann ein Geistesblitz: Wann war das Erdbeben in Italien?
Die Google-Suche: „Erdbeben Albanien“ brachte die Lösung:

www.wetter.com/news/serie-von-erdbeben-i…ebfc041278b45a3.html
oder
juskis-erdbebennews.de/2016/10/starkes-e…en-von-griechenland/

 

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Albanien 2016: Tirana – Ohridsee – Vaskopoja

Albanien

StepMap Albanien

Mi 12.10. 124km Abendessen
Wir starteten unsere Albanienrundfahrt mitten durch Tirana. Der Verkehr ist gelinde gesprochen sehr, sehr kuschelig. Dank Navigon und Viewranger finden wir aber gut durch das Gewühl und auch wieder hinaus. Bald sind wir auf einer relativ engen „Ausfallstraße“, die sich aber nach einiger Zeit in eine im Bau befindliche Autobahn wandelt. Vor Elbasan verlassen wir die „Bahn“ und fahren auf der Landstraße weiter ins Shkumbin-Tal. Hier wollen wir den im Womo-Band 75 „Mit dem Wohnmobil nach Albanien“ angepriesenen Stellplatz am Hotel Keshtjella ansteuern. Da wir zunächst ein Sperrschild nicht einfach ignorieren wollen, landen wir auf einem engen, schlechten Weg. Die Richtung kommt uns seltsam vor, so drehen wir um und nehmen doch die auch nicht viel bessere, aber kürze Strecke hinter dem Sperrschild. Die Straße geht in vielen Serpentinen steil bergan. Dann sehen wir das Hotel, leider hinter hohen Zäunen und geschlossenen Toren. Das wär ein toller Stellplatz gewesen! So geniessen wir noch kurz den Sonnenuntergang, machen uns an die Talfahrt und kommen wieder auf die Hauptstraße Richtung Thana-Pass. An der nächsten Wirtschaft, dem Restaurant Shkumbim, „fragen“ wir, ob wir auf dem Parkplatz direkt am Fluss übernachten dürfen. Es gelingt uns, obwohl wir uns nicht verstehen, ein gutes Abendessen, die Möglichkeit Bimo ver- und entsorgen zu können und einen sicheren Stellplatz für die Nacht zu bekommen. Als ich ein Trinkgeld für das gute Essen, aber auch für die kostenlose Übernachtung gebe, wird es nur zögernd angenommen und durch zwei Dosen Red Bull kompensiert.

Do 13.10. 75km 11€
Bei Sonnenschein verabschieden wir uns und fahren weiter das Tal hinauf. Immer wieder begegnen wir der maroden Bahnstrecke mit Tunneln und Viadukten. Über den Thana-Pass geht es weiter nach Lin am Ohridsee. Wir machen einen schönen Spaziergang ums und durchs Dorf. Dann geht es weiter am See entlang nach Pogradec zum Camping Arbi . Der sehr gepflegte Platz liegt, nur durch die Nebenstraße getrennt, direkt am See. Am Eingang hat der Besitzer den Bunker, die hier am See im Abstand von ca. 150 m stehen, zu einem Marienkäfer „umgebaut“. Wir machen noch einen Spaziergang durch das Park- und Lagunenteichgebiet Drilon, den ehemaligen Sommersitz von Enver Hoxha.

Fr 14.10. / 0km 12,50€
Heute laufen wir am See entlang nach Pogradec und besichtigen die Altstadt. Auf dem Rückweg „vermessen“ wir den Abstand der Bunker.

Sa 15.10. / 65km / Essen
Morgens verabschieden wir uns von dem netten Camping-Betreiber und finden nur zwei Straßen weiter den von der Herrnhuter Brüdergemeinde gesponserter Campingplatz „Bio Kamping„. Weiter geht es Richtung Korca und von dort über schlechte Straßen, später über eine neu ausgebaute Straße in die Berge nach Voskopoja. Bei der Anfahrt fällt uns ein Gebäude hoch auf der anderen Talseite auf. Im Viewranger sehen wir, das es sich um ein Hotel handelt. Wir erreichen es über eine uralte Steinbrücke und unbefestigte Wege. Bei einer Tasse Cappuccino im Gartenrestaurant bekommen wir die Erlaubnis, zwar nicht auf dem Parkplatz, aber auf der benachbarten Wiese zu übernachten. Das Gefälle wird mit ein paar Steinen unter den Hinterrädern notdürftig ausgeglichen, die Aussicht ist super. Vaskopoja wurde 1338 gegründet. In der Blütezeit lebten hier bis zu 30.000 Einwohner. Die Stadt wurde 1789, wie auch die Nachbarstadt Vithkuq,  verlassen. Aus dieser Zeit sind lediglich einige alte Kirchen mit ihren Decken- und Wandmalerei erhalten. Leider fehlen die Mittel für Restaurationen, dafür sehen wir auf ihnen überall die Schmierereien aus der Neuzeit. Gut, das die noch erhaltenen Deckengemälde jedenfalls davor bewahrt werden. Wir wandern zum Kloster Shen Prodhomit. Hier sind einige Arbeiter, bezahlt aus EU-Mitteln, mit der Renovierung der Außenmauern beschäftigt. Ein alter Mann öffnet uns die kleine, 1632 erbaute Kreuzkuppelkirche. Sie verfügt als einzige über eine von außen sichtbare Kuppel. Innen sind noch Reste von Wandmalereien aus dem 17. Jahrhundert vorhanden

.

Auf dem Rückweg wandern wir noch an einer weiteren Kirche vorbei, die aber nicht von innen besichtigt werden kann.

Abends gehen wir zum Essen, natürlich ins Hotel Royal. Hier sind wir zunächst die einzigsten Gäste und werden sehr freundlich bedient. Dann rückt eine Zweimann-Kapelle mit großer Ausrüstung an und baut ihre Verstärker auf (Hoffentlich nicht extra für uns:-/). Es erscheine andere Gäste, die aber schnell wieder verschwinden. Wir erfahren dann, das samstags immer zum Tanz aufgespielt wird und normalerweise viele Gäste kommen. Heute ist aber durch das kalte Wetter wohl nicht die richtige Lust vorhanden.

Zum Nachtisch gibt’s „Ente“ vom Haus!

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Ente

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Albanien 2016: Sonja und Alban

Nachdem wir uns kurzfristig entschlossen haben unseren geplanten Korsikaurlaub in Albanien zu verbringen, starten wir am 03.10.16 nachmittags. Wir fahren an München, Salzburg und Ljubljana vorbei und weiter über gut ausgebaute Autobahnen durch Kroatien bis Ploce. Hier entscheiden wir uns ein Stück der Küstenstraße zu folgen. Die Strecke ist gesäumt von vielen schönen kleinen Küstenort. Nach kurzer Überlegung fahren wir durch den zu Bosnien-Herzegowina gehörenden Korridor und weiter durch Kroatien und Montenegro. Die Bucht von Kotor überqueren wir mit der Fähre. Und endlich der mit Spannung erwartet Grenzübertritt nach Albanien. Schon bei unserer Anfahrt auf den Grenzübergang fällt unser Blick auf einen der unzähligen Bunker aus der Enver Hoxha Zeit. Was wir bisher nur aus unserem Reiseführer  wissen ist, das diese Bunker von nun an zu unseren ständigen Begleitern in Albanien werden. Am 08.10.2016 nach einer Fahrstrecke von ca. 1900 km spätnachmittags unsere Ankunft in Shkodra. Shkodra ist der von Sonja und Alban gewünschte Treffpunkt. Die Stadt ist der Heimatort von Alban und gleichzeitig besteht eine enge Verbundenheit zu der dortigen christlichen Gemeinde. Shkodra hat ca. 100.000 Einwohnern und liegt am Skutarisee. Sie findet ihre erste Erwähnung im 4. Jahrhundert v. Chr. als Residenzstadt der Illyrer. Sonntags morgens treffen wir uns mit Sonja und Alban auf dem Stellplatz unterhalb der Festung Rozafa. Wir laufen gemeinsam in die Stadtmitte. Der Gottesdienst findet im Dachgeschoss eines mehrstöckigen Hauses statt.

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Albanien 2016: Anreise

Albanien 2016: Anfahrt

StepMap Albanien 2016: Anfahrt

Mo 03.10. 525km  0€
Nachdem wir uns kurzfristig entschlossen haben, unseren geplanten Korsikaurlaub in Albanien zu verbringen, starten wir um 11 Uhr und erreichen, trotz eines langen Staus am „Tag der deutschen Einheit“, den Stellplatz in Wolnzach.

Di 04.10. 448km  10€
Morgens geht es als erstes zum Tanken incl. Brötchenkauf, dann wieder auf die Autobahn bis zum nächsten Parkplatz zum Frühstücken. Frisch gestärkt fahren wir an München und Salzburg vorbei, verlassen in Villach die Bahn zum Tanken, Lebensmitteleinkauf und Kauf zweier „Freundebücher“. Danach geht’s durch den Katschberg-Tunnel zum Stellplatz am Hotel Kanu in Smedlik.

Mi 05.10.  513km  0€
Schnell sind wir wieder auf der Autobahn, umfahren Ljubljana und gehen dann auf die Landstraße 106, die durch große Waldgebiete Richtung Delnice führt. Plötzlich stehen wir vor dem einsamen Grenzübergang nach Kroatien, sind dann schnell auf der A6 / A1 unterwegs bis Sibenik. Von hier folgen wir der Küstenstraße und fahren in Split auf einen Parkplatz an einer Polizeiwache mitten in der Stadt. Unser Abendspaziergang führt uns durch die Altstadt zum Hafen (ca. 1,5km). Unterwegs können wir Kuna mit der Visakarte „kaufen“. Auf dem Rückweg finden wir eine nette Pizzeria.

Do 06.10.   250km  120Kuna
Weiter geht es über die Autobahn nach Ploce zum Hafen, entscheiden uns dort, da in nächster Zeit keine Fähre nach Trpanj ausläuft, durch den Korridor Neum (Bosnien-Herzegowina) weiter zu fahren. Das stellt sich auch als richtige Entscheidung heraus, da die Grenzkontrollen sehr schnell vonstatten gehen. Leider bilden wir uns ein einen Parkplatz in Dubrovnik zu ergattern, was aber nur zu einer langsamen „Stadtrundfahrt“ führt. Also fahren wir erst einmal zum Autocamp Matkovitca in Kupari. Trotz leichter Regenschauer gehen wir noch zum Strand und sind über die Kriegsschäden in der Bucht entsetzt.

Fr 07.10.    0km    120Kuna
Von der netten Stellplatz-Betreiberin erhalten wir eine „detailierte Karte“ und fahren mit dem (Voll-)Bus nach Dubrovnik. Dort machen wir vor dem Regen einen Rundgang über die Stadtmauer, erleben den Regen in der Stadt und nehmen das Gewitter im Fort. Die Heimfahrt gelingt uns erst mit dem 2. überfüllten Bus:-/! Abends gehen wir zum Essen in ein nettes Restaurant in der Nähe des Stellplatzes.

Sa 08.10. 175km 15€
Wir fahren weiter längs den Flughafen Dubrovnik, erreichen schnell Montenegro, tanken kurz hinter dem Grenzübergang und füllen unsere Gasflasche auf. Gezahlt wird mit Euro. Die Bucht von Kotor kürzen wir mit der Fähre ab. An einer spektakulären Stelle hoch über der Adria essen wir auf der Terrasse eines Imbisses. Kurz hinter Bar verlassen wir die Küstenstraße und fahren eine enge Straße durch die Berge, überqueren die albanische Grenze und erreichen schnell Shkodra. Auf Sonja’s Anweisung fahren wir mitten in die Stadt zur Kirche und melden uns vom „Parkplatz in der 2. Reihe“ telefonisch bei Elona, der Pastorin. Die steht kurze Zeit später mit Ihrem Auto hinter uns. Nach schneller Begrüßung empfiehlt Sie uns Legjenda Camping (Der war auch unser Favorit und wurde schon bei der Einfahrt in die Stadt tangiert :-/ ).

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